Aufstiegsaspirant gegen Abstiegskandidat: Zum ersten Mal trafen die beiden ersten Mannschaften der Nachbardörfer aus dem Schachbezirk Lahn in der Verbandsliga aufeinander. Die Ausgangslage konnte nicht unterschiedlicher sein: mit einem Sieg würde Niederbrechen auf dem ersten Platz bleiben und als Favorit ins Rennen um die Meisterschaft gehen. Für Lindenholzhausen wäre ein Punkt enorm wichtig, um die Chance auf den sicheren Klassenerhalt zu wahren. Mit beiden Mannschaften in nahezu Bestbesetzung sah es lange Zeit - wie so oft - nach einem ausgeglichenen Wettkampf aus.

Eher ereignisarm verliefen die Bretter 3, 6 und 8: dort remisierten recht schnell Christoph Diefenbach, Florian Stuhlmann und Rudolf Schäferbarthold. Oliver Hallmann hielt sich nach einer Eröffnungsüberraschung lange über Wasser, musste sich aber schließlich geschlagen geben. An den ersten beiden Brettern verteidigten Wolfgang Weisser und Christian Glöckler ihre Partien zum Remis. Vielleicht die beste Chance zum Sieg hatte Gerd Fischer, der früh einen Bauern gewann, aber in einem komplizierten Endspiel nur einen halben Punkt verwertete. Auch Felix Stuhlmann strauchelte am Ende und verlor noch eine eigentlich ausgeglichene Stellung zum Endstand von 3:5. Lindenholzhausen I bleibt damit einen Punkt vor dem Tabellenletzten und kann am letzten Spieltag mit einem 4:4 oder mehr vermutlich den vorletzten Platz sichern.

Alle Ergebnisse des Spieltags sind unter den folgenden Links zu finden:

https://hessen.portal64.de/ergebnisse/show/2022/1371/runde/8/

Am vergangenen Freitag fand unsere diesjährige Jahreshauptversammlung statt. Die meisten Vereinsaktivitäten fanden wieder im gewohnten Rahmen statt, und auch Spielbetrieb und Turniere laufen wie gewohnt. Bereits kurz nach der letztjährigen Versammlung konnte unsere Mannschaft die Meisterschaft in der Landesklasse West und den erstmaligen Aufstieg in die Verbandsliga feiern. Hervorgehoben wurde die umfangreiche Jugendarbeit, die seit einigen Monaten durch ein neues Trainingsformat für Jugendliche und Erwachsene ergänzt wird. Der alte Vorstand mit Sebastian Wagner (1. Vorsitzender), Gerd Fischer (2. Vorsitzender), Udo Breuer (Kassierer), Julia Wagner (Jugendleiterin), Aloys Müller (Turnierleiter), Felix Stuhlmann (Schriftführer) und Philipp Schumacher (Webmaster) bleibt bestehen.

Die dritte Mannschaft bleibt zum Saisonende ohne Mannschaftssieg. In der letzten Runde verlor man gegen Niederbrechen V mit 0,5:3,5, wobei Julia Wagner einen halben Punkt erspielte. Auch die erste Mannschaft musste sich am Wochenende geschlagen geben, wenn auch etwas knapper. Zuhause gegen Bensheim lagen die Chancen zunächst nicht schlecht. Doch nach etwa drei Stunden gingen innerhalb kurzer Zeit die Bretter 2, 3, 7 und 8 verloren. Schon gegen Gernsheim hatte es nach einem 0:4-Rückstand eine wilde Aufholjagd gegeben. Tatsächlich gewannen bald Christian Glöckler und Oliver Hallmann. Florian Stuhlmann verteidigte lange erfolgreich ein schlechteres Endspiel, musste aber eingestehen, dass er nicht selbst auf Gewinn spielen konnte, und willigte in ein Unentschieden ein. Am Ende remisierte auch Felix Stuhlmann nach über 60 Zügen und etwa sechs Stunden Spielzeit. Die Begegnung endete mit 3:5 zugunsten der Gäste. Ende März steht dann das Derby in Niederbrechen an.

 

Alle Ergebnisse des Spieltags sind unter den folgenden Links zu finden:

https://hessen.portal64.de/ergebnisse/show/2022/1371/runde/7/ (Verbandsliga)

https://hessen.portal64.de/ergebnisse/show/2022/1405/runde/7/ (Bezirksklasse)

Am Samstag beendete die zweite Mannschaft des SCKL die Hinrunde der Bezirksliga mit einem knappen 3,5:4,5 in Langendernbach. Nach zwei frühen Niederlagen remisierten Bernhard Scherber, Klaus-Jürgen Sturm, Hans-Bert Jung und Aloys Müller, einzig Sebastian Wagner gewann seine Partie. Florian Zuleger kämpfte bis zum Schluss, musste sich schließlich aber mit einem halben Punkt zufrieden geben. Alle Ergebnisse des Spieltags sind unter dem folgenden Link zu finden: https://hessen.portal64.de/ergebnisse/show/2022/1403/runde/5/

Am Freitag erlebte eine alte Vereinstradition ihre Neuauflage: ein Spaß-Turnier, das so manchen Schachfreund närrisch werden ließ. Dabei gab es während der Partien durch den Turnierleiter Anweisungen wie "Alle Türme vom Brett nehmen" oder "Das Brett wird um 180° gedreht". So glaubte des öfteren ein Schachspieler, kurz vor dem Sieg zu stehen, um wenige Sekunden später vor einer hoffnungslosen Stellung zu sitzen. Am Ende sah die Rangliste etwas anders aus als bei unseren normalen Blitzturnieren: Julia Wagner gewann vor Oliver Hallmann und Philipp Schumacher. Mit 17 Teilnehmern war das Turnier sehr gut besucht und wird sicherlich auch in den nächsten Jahren wieder Anklang finden.

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